Die Reise hat begonnen

Ein ganz kurzes Update zu einem ganz großen Schritt: Die Reise des Containers hat begonnen! Alle Papiere für den deutschen und nigerianischen Zoll, Reederei und Spedition waren endlich zusammengetragen, und so konnte das 12 Meter lange Stück Hoffnung auf einen Trailer von GAiN gehoben werden:

An dieser Stelle ein ganz herzliches Dankeschön an Friedemann und die Firma Amend, die mit ihrem Kran für Baobab kostenlos im Einsatz waren!

Anne durfte als finalen Schritt noch die Zoll-Plombe anbringen:

Vielen Dank auch an GAiN, die nicht nur ihren Trailer zur Verfügung stellen, sondern uns die 21 Tonnen schwere Fracht auch bis zum Hamburger Hafen transportieren werden! Von dort wird der Container am 22.5. auf seine vierwöchige Seereise gehen und am 23.6. in Lagos ankommen. Von Lagos aus muss er noch 750km bis zum Schulgelände überwinden und findet dann seinen letzten Ruheplatz auf der eigens für ihn betonierten Plattform, denn er wird als Lagerraum gleich weitergenutzt werden. Gespannt blicken wir nun auf die Ankunft des Containers im Baobab-Valley und auf weitere Bilder vom Fortgang der Bauarbeiten.

Erste Arbeiten auf dem Land haben begonnen

Auf dem Land gehen die ersten Arbeiten los, das Baobab Valley nimmt Gestalt an! Die Wasserversorgung als Vordringlichstes wurde sichergestellt, indem ein Brunnen gebohrt wurde:

140 Meter tief musste gebohrt werden, bis das kostbare Nass erreicht war!

Um auch unabhängig vom Generatorbetrieb fließendes Wasser zu haben, wurde eine Plattform gebaut, um darauf einen Wassertank zu platzieren:

Zusammen mit der Solar-Pumpe, die im Container auf die Verschiffung wartet, macht das Konstrukt dann Sinn: Tagsüber kann der Behälter solargetrieben befüllt werden, zu jeder Tages- und Nachtzeit herrscht gleichbleibender Wasserdruck, ohne den jetzt noch nötigen Generator.

Als erstes Gebäude wurde ein Security-Haus erstellt, denn alle weiteren Bauten oder auch Pflanzungen müssen bewacht werden.

  • Fundament für die Container-Plattform

Und so sieht das Baobab-Valley schon aus, ein Security-Haus, ein Wasserturm und eine betonierte Plattform, auf der der Container seinen Platz finden wird, der nach seiner Ankunft auf dem Gelände verbleibt und als abschließbarer Lagerraum dienen soll.

  • Wassertank

Der Container ist voll!

  • Fahr schon mal den Wagen rein...

“Er ist voll, es passt nichts mehr rein” – auf diesen Satz haben wir lange hingearbeitet. Nach vielen Stunden Sachspenden sammeln, sortieren, verpacken, hin- und herfahren, Fahrzeuge auf Vordermann bringen, teilweise auseinanderbauen und auch ganz viel Listen-Pflege für die Zollbehörden und Speditionen zweier Länder, konnte unser Container nach und nach gefüllt werden. Ein riesengroßes DANKESCHÖN allen, die dazu beigetragen haben!

Ein besonderer Dank gilt dem Lions Club Butzbach, der uns einen PAUL-Wasserfilter geschenkt hat (Portable Aqua Unit for Lifesaving).

Dr. med. Peter Rothkegel vom Lions Club Butzbach übergibt uns den PAUL am Container.

Sauberes Wasser ist unschätzbar wertvoll, wenn es nicht wie bei uns selbstverständlich aus dem Wasserhahn kommt, und mit 2000-5000 Litern Durchfluss pro Tag kann der recht kleine PAUL wirklich eine ganze Schule versorgen. Wer mehr dazu wissen will: http://www.wasserrucksack.de.

Zusammen mit ca. 70 Kartons mit diversen Hilfsgütern (auch für die Arbeit von Witwen und Waisen e.V., mit denen wir den Container zusammen verschiffen), Werkzeugen, Baumaschinen, Kindergartenmaterial und noch ganz, ganz vielem mehr hat PAUL nun seinen Platz im Container gefunden.

  • Umpack-Aktion

Wie geht es nun weiter? Wir warten auf die letzten Papiere und Genehmigungen, und dann kann es los gehen.

Container-Aktion nimmt Fahrt auf

Unsere Container-Aktion zusammen mit Witwen und Waisen e.V. wird handfest: Der 40-Fuß-Container steht bereit und auch das größte Einzelstück ist vor Ort:

Und wenn das jetzt so aussieht, als würde das eine nicht so ganz in das andere passen, dann stimmt das natürlich. Christoph und Johannes, die den Baggerlader für Baobab gekauft und auch auf Vordermann gebracht haben, werden das Führerhaus abbauen, damit das Gefährt auch wirklich hineinpasst. Vielen Dank für euren Einsatz!

Spätestens Ende Februar wird der Container nach Amsterdam gebracht und nach Lagos verschifft. Von dort geht es dann zum finalen Platz auf dem Baobab-Land. Dort wird er weiter gute Dienste leisten können als Materialschuppen.

Apropos Material: WIr brauchen immer noch einige Werkzeuge, also Räumt eure Keller aus und helft uns, den Container auch wirklich voll zu bekommen!

Räumt eure Keller aus!

Wir haben die Möglichkeit, im Frühjahr (bis spät. März) 2022 zusammen mit dem ebenfalls gemeinnützigen Verein Witwen und Waisen e.V. einen Container nach Nigeria zu schicken. Damit wollen wir vor allem Werkzeug vor Ort bringen, um mit dem Bau unserer Schule zu beginnen.

Wir freuen uns, wenn ihr eure Keller entrümpelt und gut erhaltenes Werkzeug für den Schulbau spendet. Damit ihr wisst, was gebraucht wird und wir nicht nachher nur Schraubenzieher aber keine Schaufeln bekommen, haben wir hier eine Wunschliste angelegt:

Baobab Werkzeug Wunschliste

Macht auch eure Freunde und Nachbarn auf die Aktion aufmerksam. Wer uns direkt kontaktieren möchte, kann an folgende email-Adresse schreiben: container-orga@baobab-initiative.org. Wenn nichts Passendes für euch dabei ist, ihr die Aktion aber dennoch unterstützen wollt, könnt ihr auch mit dem Betreff “Container” an den Förderverein spenden:

Förderverein der “Baobab Initiative for Life Development” e.V.
VR-Bank Altenburger Land eG
IBAN: DE57830654080004213670
BIC: GENODEF1SLR

Das Land ist gekauft!

Endlich dürfen wir euch die lange ersehnte gute Nachricht weitergeben: Die Baobab-Initiative hat ein Grundstück erworben. Nach jahrelanger Suche im Dschungel von Maklern und Behörden hat es nun endlich geklappt und wir haben einen Platz gefunden, wo wir uns als Organisation niederlassen und unseren Dienst tun dürfen: Zwischen drei Dörfern in einem Gebiet südwestlich der Hauptstadt Abuja liegen unsere 35 Hektar.

Hier ist Platz genug für das Baobab-Bildungszentrum: Kindergarten, Grundschule, weiterführende Schule und Berufsschule. Es gibt genug Fläche, wo wir ausgiebig Landwirtschaft betreiben können – ein wichtiger Bestandteil der praktischen Berufsausbildung. Daneben sehen wir Wohnhäuser für Mitarbeiter entstehen, einen Sportplatz, eine Kapelle und Gästehäuser. Wir sind umgeben von Farmen und innerhalb eines Radius von wenigen Kilometern leben viele Kinder in den Dörfern und Siedlungen, die bislang keinen Zugang zu hochwertiger Bildung haben. Dennoch sind wir auch nur wenige Kilometer von der Hauptverkehrsstraße entfernt, die von Abuja aus gen Süden führt. Damit sind wir doch recht gut erreichbar und kommen selbst auch gut in die Stadt. Ja, wir sind einige Umwege gegangen, bis wir diesen Ort gefunden haben. Aber wir danken Gott für jeden Schritt, der uns auf dieser Reise letztlich hat stark werden lassen.

Gekauft wurde das Gelände zwar schon, aber wir brauchen noch Unterstützung, es auch zu finanzieren. Dazu gibt es jetzt die Möglichkeit, Landpatenschaften abzuschließen:

Corona Lockerungen erleichtern auch das Fundraising

Butzbach – Die Läden dürfen wieder öffnen, und das hilft auch Baobab. Ute Bach verkauft Häkel-Giraffen im Schuhladen ihres Mannes zu Gunsten unseres Schulprojekts. Hier die Beiträge der Butzbacher Zeitung vom 30.1. bzw. 8.3.2021 dazu:

Mit freundlicher Genehmigung der Butzbacher Zeitung.

Spenden- und Fundraisingaktion ein voller Erfolg

Wir danken – auch im Namen von Baobab Nigeria – sehr herzlich für alle Unterstützung der Aktionen zum Ende des Jahres 2020!

Insgesamt kamen für die Lichthäuschen und “Seife statt Böller” rund 2.500 Euro zusammen, die direkt weitergeleitet und vor Ort helfend eingesetzt werden!

Aber auch mit den laufenden Spenden konnten wir den Aufbau der Arbeit in Kuje und einzelne Projekte unterstützen und es konnten 3 Mitarbeiterinnen eingestellt werden, so dass auch hier Familien durch einen Job eine Perspektive haben. Herzlichen Dank allen Spendern!

#SeifeStattBöller

Jedes Jahr werden zu Silvester in Deutschland weit über 100 Millionen Euro ausgegeben, um Feuerwerksartikel zu kaufen. Doch dieses Jahr ist alles anders. Wegen Corona besteht dieses Jahr ein Verkaufsverbot für Böller & Co.

Wohin jetzt mit dem Geld aus unserem Feuerwerks-Budget? Nachdem wir den Bericht von der kürzlich durchgeführten Hygieneschulung in Nigeria bekamen, war die Idee geboren, diese beiden Themen miteinander zu verbinden. Wie berichtet, können sich viele der Frauen dort einfach keine Seife leisten, um die notwendige Hygiene einzuhalten. Daher unser Aufruf: Spendet für #SeifeStattBöller.

Gebt bei eurer Feuerwerks-Spende den Verwendungszweck “Seife statt Böller” an, ihr erhaltet eine Spendenquittung und das Geld wird ohne Abzug für Seife und andere Hygieneartikel für die Familien in Pasali und den umliegenden Dörfern verwendet.

Wenn ihr den Aufruf in euren sozialen Netzwerken teilen wollt gibt es hier auch einen kompakten Flyer zum download.

Gesundheits- und Hygieneschulung für Frauen in Pasali

Viel zu oft erreichen uns Nachrichten über den Tod von einem Menschen, einem Kind, durch eine Krankheit, die auf mangelnde Hygiene zurückzuführen ist, z.B. Durchfallerkrankungen oder Typhus. Wurmbefall und Unterernährung sind ebenfalls ein häufiges Problem und schwächen das Immunsystem. Viele Kinder haben daher auch Lernschwierigkeiten, erkranken viel zu oft und verpassen den Unterricht.

Doch es gibt ein paar Dinge, die selbst die einfachen Frauen auf dem Land tun können, um den Hygienestandard in ihren Familien zu verbessern. Mit dieser Botschaft luden wir zu unserer Hygieneschulung am 13. November im Dorf Pasali ein. Über einhundert Frauen erschienen und zeigten durchweg großes Interesse.


Doch wie vermittelt man Frauen ohne Schulbildung ein Verständnis von Bakterien, Viren und Parasiten, die das bloße Auge nicht sehen kann? Wie macht man begreiflich, dass auch klar aussehendes Wasser krank machen kann? Wie schafft man ein Bewusstsein dafür, wie Keime von der einen zur nächsten Person übertragen werden?

Wir präsentierten Zeichnungen, wählten einfache kindliche Ausdrucksweisen und demonstrierten mit Hilfe einer blauen Paste die Übertragung von Keimen über die Hände. Seife tötet Keime, war die Botschaft, doch aus den Beiträgen der Frauen hörten wir schnell heraus, dass viele sich selbst das nicht leisten können.

Dennoch hoffen wir, dass sie sich viele Anregungen mit nach Hause nehmen konnten: z.B. die Notwendigkeit, Wasser vor dem Trinken abzukochen. Wie man die Mahlzeiten der Familie mit lokalen Mitteln ernährungstechnisch aufwerten kann. Wie das häusliche Umfeld sauber gehalten wird und schließlich, welche Maßnahmen gegen Covid 19 schützen.

Die Frauen hatten viele Fragen und beteiligten sich rege an den Diskussionen. Wir sind dankbar für alle, die diese Aktion im Gebet mitgetragen haben!