Corona Lockerungen erleichtern auch das Fundraising

Butzbach – Die Läden dürfen wieder öffnen, und das hilft auch Baobab. Ute Bach verkauft Häkel-Giraffen im Schuhladen ihres Mannes zu Gunsten unseres Schulprojekts. Hier die Beiträge der Butzbacher Zeitung vom 30.1. bzw. 8.3.2021 dazu:

Mit freundlicher Genehmigung der Butzbacher Zeitung.

Spenden- und Fundraisingaktion ein voller Erfolg

Wir danken – auch im Namen von Baobab Nigeria – sehr herzlich für alle Unterstützung der Aktionen zum Ende des Jahres 2020!

Insgesamt kamen für die Lichthäuschen und “Seife statt Böller” rund 2.500 Euro zusammen, die direkt weitergeleitet und vor Ort helfend eingesetzt werden!

Aber auch mit den laufenden Spenden konnten wir den Aufbau der Arbeit in Kuje und einzelne Projekte unterstützen und es konnten 3 Mitarbeiterinnen eingestellt werden, so dass auch hier Familien durch einen Job eine Perspektive haben. Herzlichen Dank allen Spendern!

#SeifeStattBöller

Jedes Jahr werden zu Silvester in Deutschland weit über 100 Millionen Euro ausgegeben, um Feuerwerksartikel zu kaufen. Doch dieses Jahr ist alles anders. Wegen Corona besteht dieses Jahr ein Verkaufsverbot für Böller & Co.

Wohin jetzt mit dem Geld aus unserem Feuerwerks-Budget? Nachdem wir den Bericht von der kürzlich durchgeführten Hygieneschulung in Nigeria bekamen, war die Idee geboren, diese beiden Themen miteinander zu verbinden. Wie berichtet, können sich viele der Frauen dort einfach keine Seife leisten, um die notwendige Hygiene einzuhalten. Daher unser Aufruf: Spendet für #SeifeStattBöller.

Gebt bei eurer Feuerwerks-Spende den Verwendungszweck “Seife statt Böller” an, ihr erhaltet eine Spendenquittung und das Geld wird ohne Abzug für Seife und andere Hygieneartikel für die Familien in Pasali und den umliegenden Dörfern verwendet.

Wenn ihr den Aufruf in euren sozialen Netzwerken teilen wollt gibt es hier auch einen kompakten Flyer zum download.

Gesundheits- und Hygieneschulung für Frauen in Pasali

Viel zu oft erreichen uns Nachrichten über den Tod von einem Menschen, einem Kind, durch eine Krankheit, die auf mangelnde Hygiene zurückzuführen ist, z.B. Durchfallerkrankungen oder Typhus. Wurmbefall und Unterernährung sind ebenfalls ein häufiges Problem und schwächen das Immunsystem. Viele Kinder haben daher auch Lernschwierigkeiten, erkranken viel zu oft und verpassen den Unterricht.

Doch es gibt ein paar Dinge, die selbst die einfachen Frauen auf dem Land tun können, um den Hygienestandard in ihren Familien zu verbessern. Mit dieser Botschaft luden wir zu unserer Hygieneschulung am 13. November im Dorf Pasali ein. Über einhundert Frauen erschienen und zeigten durchweg großes Interesse.


Doch wie vermittelt man Frauen ohne Schulbildung ein Verständnis von Bakterien, Viren und Parasiten, die das bloße Auge nicht sehen kann? Wie macht man begreiflich, dass auch klar aussehendes Wasser krank machen kann? Wie schafft man ein Bewusstsein dafür, wie Keime von der einen zur nächsten Person übertragen werden?

Wir präsentierten Zeichnungen, wählten einfache kindliche Ausdrucksweisen und demonstrierten mit Hilfe einer blauen Paste die Übertragung von Keimen über die Hände. Seife tötet Keime, war die Botschaft, doch aus den Beiträgen der Frauen hörten wir schnell heraus, dass viele sich selbst das nicht leisten können.

Dennoch hoffen wir, dass sie sich viele Anregungen mit nach Hause nehmen konnten: z.B. die Notwendigkeit, Wasser vor dem Trinken abzukochen. Wie man die Mahlzeiten der Familie mit lokalen Mitteln ernährungstechnisch aufwerten kann. Wie das häusliche Umfeld sauber gehalten wird und schließlich, welche Maßnahmen gegen Covid 19 schützen.

Die Frauen hatten viele Fragen und beteiligten sich rege an den Diskussionen. Wir sind dankbar für alle, die diese Aktion im Gebet mitgetragen haben!

Mit Lichthäusern Spenden sammeln

Die Vorweihnachtszeit naht und da wir dieses Jahr wohl auf Weihnachtsmärkte verzichten müssen, hat nun jeder von uns die Möglichkeit in seinem Umfeld mit kleinen Aufmerksamkeiten Spenden für unsere Arbeit zu sammeln. Hierfür ein Bastelvorschlag von mir: Lichthäuser.  Schreibt mich an wenn ihr meine Idee auf diese Weise nutzen wollt und ihr erhaltet eine Druckvorlage mit Anleitung und bei Bedarf auch Material zugeschickt.

Ihr möchtet die Idee nicht zum Spenden sammeln, sondern für euch selbst nutzen? Oder habt Bekannte, die auch gerne mal schöne Dinge basteln und bereit sind unsere Arbeit zu sponsern? Dann besteht die Möglichkeit, Bastelpakete für 10, 20 oder 50€ zu bestellen. Hier könnt ihr euch den unten stehenden digitalen Flyer herunterladen und gerne mit euren Freunden teilen.

Ihr wollt auch mithelfen, wisst aber nicht wie? Schaut mal, hier haben wir ein paar Ideen zusammengestellt: Fundraising

Die Lebensmittelpakete sind angekommen und die Freude darüber war riesig

Ein Bericht von Judith und Elijah Ochoje über die
Verteilung von Lebensmitteln im Dorf Pasali

Wenige Tage vor der geplanten Essensverteilaktion rollte ein Laster mit 25 Säcken voller Mais und weißen Bohnen an.

Es brauchte drei erwachsene Männer, um diese einen nach dem anderen im Bürogebäude der Baobab-Initiative abzuladen. Am folgenden Tag kamen kistenweise Ölflaschen, Dosen mit Tomatenmark und Gewürzpäckchen, dazu 20 Säcke Reis. All das sollte nun auf über 100 Pakete verteilt werden.

Fast alle Familien im Dorf Pasali spüren die Konsequenzen der Corona-Krise. Die meisten sind einfache Bauern, die in dieser Jahreszeit in der Regel ihre Vorräte von der Ernte im letzten Jahr ohnehin aufgebraucht haben. Die Regenzeit hat gerade erst begonnen und sie konnten erst vor kurzem mit dem Pflanzen und Aussäen beginnen. Der wochenlange Lockdown bis Anfang Mai hatte schnell die Wirtschaft beeinträchtigt und vor allem einzelne Menschen und Familien in große Nöte gebracht. Wer von der Hand in den Mund lebt, ist auf seine täglichen Einnahmen angewiesen. Zudem sind Witwen, alte Menschen und Waisenkinder besonders benachteiligt. Die Baobab-Initiative sah die Notwendigkeit – und die Möglichkeit – zu helfen. 

Zusammen mit einem Team von Freiwilligen verbrachten wir einen ganzen Tag damit, die Lebensmittel auf 117 Säcke zu verteilen.

Am 31. Mai trafen wir schließlich in einem Konvoi von vier großen Fahrzeugen in Pasali ein. Die Menschen dort begrüßten uns herzlich und waren überglücklich, einer nach dem anderen die Pakete in Empfang zu nehmen.

Eine Frau brach in Tränen aus, als sie die Menge der Lebensmittel sah. In schöner afrikanischer Manier sangen und tanzten die Frauen anschließend, um uns und vor allem Gott für die Gaben zu danken.